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Das Verstehen von Sprache geht dem Sprechen voraus





Dies ist der Ansatz dem wir nachgehen und womit wir beginnen. Wenn unsere Kinder eine zweite Sprache erwerben, erfahren die Erzieherinnen, dass die Kinder zunächst auf ihre Äußerungen nicht reagieren.

 

Die Kinder nehmen Sprache zuerst nur auf bevor sie sprechen. Das heißt, das Verstehen von Sprache geht dem Sprechen voran. Dabei beobachten wir oft große Unterschiede im Sprachverhalten unserer Kinder. Manche Kinder trauen sich erst dann zu sprechen, wenn sie sich einen gewissen Sprachschatz erworben haben und bereits vieles verstehen. Andere Kinder dagegen versuchen sich schon nach kurzer Zeit zu verständigen.

 

Für die Erzieherinnen ist es daher wichtig, die Kinder immer wieder anzusprechen und ihnen Sprachmuster anzubieten ohne die Kinder zum Sprechen zu nötigen, sich die Kinder die Bedeutung des Gesprochenen erschließen lassen.

 

Sprachförderung bedeutet für uns:

  • Sprachspiele zu fördern/ Spiele zum Hörverstehen
  • Rhythmisierung von Sprache durch
    • Musik
    • Bewegung
    • Fingerspiele

  •  Wortschatzlernen

  • Nonverbale Sprache wahrnehmen (Mimik, Gestik)
    • Theater
    • Rollenspiele
    • Schattenspiele

  • Sprache der Kinder ernstnehmen, Dialoge führen
  • Aktivitäten der Kinder zum Ausgangspunkt machen

 
Zunehmend an Bedeutung gewinnt für uns die Beteiligung unserer Kinder, die vermehrte Einbeziehung der Kinder in Gestaltung, Planungen etc.

Dies wiederum hat einen hohen Sprachaufforderungscharakter für die Kinder. Im Rahmen der Sprachbiografie werden Elterngespräche geführt die Einsichten in die bisherige sprachliche Entwicklung des Kindes geben sollen. Dazu gehören Hinweise auf Mehrsprachigkeit, Informationen über Art und Umfang des Sprachstandes des Kindes.

 

Ein bereits erprobtes und in der Vergangenheit angewandtes Verfahren zur Sprachstandsermittlung (SISMIK/ SELDAK) wird zukünftig wieder eingeführt und leitet unsere Sprachförderung im integrierten Gruppenalltag ein. Im letzten Kindergartenjahr wird die Sprachbildung durch das Sprachförderprogramm des Landes Niedersachsen „Fit für Deutsch“ in der Grundschule Osterberg ergänzt und vertieft.

 

Seit 2013 sind wir zudem eine Zertifizierte „Rucksack-Kita“ und unterstützendamit die Sprachbildung in Familien mit Migrationshintergrund.

 

Darüber hinaus kooperieren wir mit dem Verein Leselust e.V. und haben eine Lesepatin im Haus.

 

Seit November 2013 betreiben wir eine eigene Kinderbücherei mit Entleih, diese wird von engagierten Müttern begleitet.

 

Durch die gute Zusammenarbeit mit der Grundschule ist es uns auch möglich einen Teil der Kinder in unseren Räumen zu fördern. Hierdurch ist es auch mittelfristig möglich die Zusammenarbeit mit Elternhaus – Grundschule – sowie Kindergarten zu intensivieren.

 

Bereits im Vorfeld der ersten Schulischen Sprachförderung besteht in Zusammenarbeit mit den Eltern ein reger Austausch mit der Grundschule über den Sprachstand der jeweiligen Kinder.

 




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